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Ein Girokonto für alle

Banken werden vom Bundesrat aufgefordert, allen Deutschen Bürgern ein Girokonto zu ermöglichen. Aus einer Statistik des Bundesrats geht hervor, über eine Millionen Deutsche haben kein Girokonto und werden dadurch aus dem Finanzmarkt ausgeschlossen. Der vom Bundestag am 26. August vorgestellte Gesetzentwurf soll hier Abhilfe schaffen.

Volker Hamda der Finanzexperte von auf http://www.kostenloseskonto24.com erläutert die Idee wie folgt: „Das Girokonto soll auf Guthabenbasis erhältlich sein und so in jedem Fall Überweisungen und auch Bareinzahlungen ermöglichen, wenn das Konto gedeckt ist. Der Kontoinhaber soll grundsätzlich auch eine EC Karte erhalten, aber es soll keine zusätzliche Kreditkarte geben. Laut dem Gesetz sollen keine Dispokredite möglich sein.“

Den Entwurf lehnt die Bundesregierung laut Bundestag allerdings ab und verweist auf die  Absichten der Kommission aus Brüssel, hierzu neue Richtlinien für die EU zu erarbeiten. Der deutsche Bankenverband äußert sich wie folgt zur Thematik:

„Schon im Jahr 1995 einigte sich die Deutsche Kreditwirtschaft freiwillig darauf, dass jeder Interessent sich ein Konto auf Guthabenbasis einrichten lassen kann – um nicht vom Wirtschaftsleben ausgeschlossen zu werden. Das Problem konnte laut Bundesrat allerdings nicht wirklich gelöst werden und die freiwilligen Beschlüsse würden keine Anwendung finden.

Betrachtet man den aktuellen Gesetzentwurf fällt auf, dass die Stadtsparkasse in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel schon gesetzlich dazu verpflichtet sind, ein Guthabenkonto einzurichten. Für die restlichen Bundesländer fehlt diese Pflicht, was im Sinne der Gleichbehandlung neu überarbeitet werden müsste.

Der mittlerweile vorgelegte Vorschlag der Kommission aus Europa sieht es vor, dass in allen Mitgliederstaaten der EU mindestens eine Bank ein Guthabenkonto zur Verfügung stellen muss. Das jeweilige Land soll hierfür die Gewährleistung übernehmen. Da eine flächendeckende Einigung der EU nicht in unmittelbarer Aussicht scheint, fordert der Bundesrat eine Deutsche Lösung. Eine schnelle Lösung des Problems wäre notwendig.

Bis ein Lösungsansatz im Gesetzestext geregelt wird, sind die Bürger gezwungen die vorhandenen Angebote zu vergleichen und das Beste auszuwählen.

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