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Geschlossene Fonds als Anlageempfehlung

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Geschlossene Fonds gewinnen als Anlagevehikel an Bedeutung, weil sie durch die erzielbaren Dividenden, die Gewinne beim späteren Verkauf der Anteile und die Steueroptimierung eine renditeträchtige Vorsorgemöglichkeit darstellen. Bei der Entscheidung für einen geschlossenen Fonds sind dessen Thematik, die Fondsgesellschaft und das Rating des Fonds zu betrachten.

Funktionsweise der geschlossenen Fonds
Geschlossene Fonds werden oft als Kommanditgesellschaft mbH angeboten, das heißt, die Anteilseigner werden Kommanditisten und haften lediglich mit ihrem eingezahlten Kapital. Für eventuell aufgenommenes Fremdkapital haftet die Fondsgesellschaft. Investitionsobjekte sind sehr oft Schiffe und Flugzeuge, Immobilien, Energieerzeuger (immer häufiger im Solar- und Windenergiebereich), Waldbewirtschaftungen, Infrastrukturprojekte und Private Equity. Hier hat der Anleger die erste Entscheidung zu treffen. Private Equity investiert bisweilen in Start-ups mit ungewöhnlichen Ideen zum Beispiel im Technologiesektor, wenn hier Durchbrüche gelingen, sind die Renditen enorm. Die Anlage ist jedoch als riskant einzustufen. Investitionen in die öffentliche Hand (Infrastruktur) sind hingegen sehr sicher, weil der Insolvenzfall faktisch auszuschließen ist, die Renditen sind jedoch ebenso erwartbar und liegen meist im einstelligen Prozentbereich p.a. Eine Zwischenstellung in dieser Betrachtung nehmen die Erneuerbaren Energien ein, hier wurden seit Beginn der 2000er Jahre in Deutschland einige überaus erfolgreiche Fonds aufgelegt. Es wurden zweistellige jährliche Renditen mit Solarparks erzielt, diese werden kumuliert, die Fonds erwarten in zehn Jahren eine Rendite um 300 Prozent.

Prognosequalität für Fonds
Prognosen sind von der Thematik abhängig. Es sollen zwei Beispiele gegenübergestellt werden: Ein Immobilienfonds investiert ausschließlich in beste Lagen und vermietet die Objekte ausschließlich an Unternehmen ab einer bestimmten Größenordnung und mit ausgezeichneten Ratings. Die Mietverträge werden auf 10 Jahre abgeschlossen, so lange läuft auch der geschlossene Fonds. Zur Eröffnung der Zeichnungsphase ist das Objekt schon zu 90 Prozent vermietet, der Fonds kalkuliert seine Prognose aber nur mit einer Auslastung von 80 Prozent, das heißt sehr konservativ. In diesem Fall ist das Risiko sehr gering. Hier werden oft Renditen von 6 bis 10 Prozent p.a. ausgeschüttet, die ebenfalls kumuliert werden können. In zehn Jahren sind so um 200 Prozent Rendite zu erwarten. Das wäre nicht schlecht, es geht aber noch viel besser.

Das Gegenbeispiel wäre nämlich eine Private Equity als Venture Capital für ein Start-up (In ein junges Unternehmen mit einer genialen Idee wird Wagniskapital gesteckt). Die Idee ist so gut, wie sie weiland Bill Gates bei der Microsoft-Gründung hatte und jüngst die Apple-Entwickler mit dem iPhone 4S. Bei Biotech gibt es solche Ideen, bei Umwelttechnik ebenfalls und auf vielen anderen Feldern mehr. Diese Ideen bringen nicht um 200 Prozent in 10 Jahren, sie bringen manchmal um 6000 Prozent und mehr. Denn die Apple-Aktie stand im Jahr 2001 bei 7 Dollar, heute steht sie bei 406 Dollar (31.10.2011). Die Mädels und Jungs mit diesen Ideen haben gerade deutsche Hochschulen verlassen und ihr Start-up gegründet, sie basteln in irgendeiner Garage in München, Stuttgart oder Dresden, und sie haben ein paar wirklich gute Pläne. Erfahrene Fondsmanager legen für mehrere solcher Projekte manchmal einen geschlossenen Fonds auf. Hier ist nun die Entscheidung des Anlegers gefragt, wo er investieren möchte. Die zweite Möglichkeit ist allerdings sehr schwer zu prognostizieren.

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