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Steuerrecht: Das ändert sich 2013

Mit jedem Jahreswechsel treten auch Änderungen im Steuerrecht in Kraft, die Auswirkungen auf den Nettoverdienst und die Einkommenssteuererklärung haben. Wir klären, welche Änderungen das Jahr 2013 mitbringt.

Erhöhung des Existenzminimums
Wer bereits einen Blick auf die ersten Gehaltsabrechnungen des Jahres werfen konnte, wird festgestellt haben, dass die meisten im Jahr 2013 mehr netto von ihrem Gehalt heraus bekommen. Grund hierfür sind aber keine steuerlichen Entlastungen, sondern eine Absenkung des Versichertenanteils bei der Rentenversicherung von 9,8 auf 9,45 Prozent. Für Gutverdiener kann es jedoch trotzdem zu einem Minus beim Nettogehalt kommen, denn gleichzeitig wurden die Beitragsbemessungsgrenzen bei der Renten- sowie der Kranken- und Pflegeversicherung angehoben. Diese Bemessungsgrenzen bilden die Grundlage für die maximal zu zahlenden Beiträge an die Sozialversicherungen. Auf eine Entlastung können sich jedoch alle Einkommensgruppen freuen: Der Steuerfreibetrag wird 2013 von 8.004 Euro auf 8.130 Euro erhöht – allerdings erst rückwirkend. Beim Einkommenssteuerjahresausgleich werden Sie jedoch von der Erhöhung profitieren können.

Lohnsteuerkarte ist Geschichte
Seit dem 1. Januar 2013 ist die Lohnsteuerkarte in Papierform offiziell Geschichte und wird vom so genannten ELStAM-Verfahren abgelöst. Die Abkürzung steht für „elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale“. Hierbei werden alle persönlichen, steuerlichen Daten wie Freibeträgen die Steuerklasse oder die Religionszugehörigkeit elektronisch gespeichert. Für die Arbeitnehmer bringt die Umstellung keine nennenswerten Vorteile, die Regierung erhofft sich aber eine Entlastung der Finanzämter und der Arbeitgeber.

Änderungen für Eheleute
Bei der nächsten Einkommenssteuererklärung werden sich für Eheleute einige Änderungen ergeben, die bereits 2011 als Bestandteil des Steuervereinfachungsgesetzes beschlossen wurden und jetzt in Kraft treten. So fehlt bei der Auswahl künftig die „getrennte Veranlagung“. Stattdessen können Eheleute zwischen der Zusammenveranlagung mit Ehegatten-Splitting wählen, sowie der Einzelveranlagung mit Grundtarif, dem „Verwitweten-Splitting“ und dem „Sonder-Splitting“ im Trennungsjahr.

Steuerbefreiung für Elektroautos
Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Elektroauto zuzulegen, für den gibt es gute Nachrichten. Wagen (nicht nur PKW) aller Fahrzeugklassen, die entweder elektrisch angetrieben, durch Batterien oder Brennstoffzellen angetrieben werden, sind für insgesamt zehn Jahre von der KFZ-Steuer befreit. Dies gilt sogar rückwirkend für Fahrzeuge, die seit dem 18. Mai 2011 zugelassen wurde. Ab 2016 soll die Förderung für Neuzulassungen auf fünf Jahre reduziert werden.

Reduzierung von Aufbewahrungsfristen
Änderungen im Steuerrecht ergeben sich auf für Unternehmer – allerdings nur mit geringen Auswirkungen. So wurde die Aufbewahrungspflicht für Rechnungen und Belege von zehn auf acht Jahre verkürzt. Ab 2015 steht eine weitere Reduzierung auf sieben Jahre auf dem Programm. Durch diese Regelung soll der buchhalterische Aufwand in Unternehmen deutlich reduziert werden. (Mehr steuerliche Änderungen 2013, lesen Sie unter die-warenwirtschaft.de)

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